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Konto Kredit
Heute besitzen rund 90 Prozent aller Bundesbürger ein Girokonto, um den persönlichen Zahlungsverkehr elektronisch abwickeln zu können. Um Kunden an ihr Haus zu binden, erhalten sie auf diesem Konto Kredit, den so genannten Dispositionskredit, meist in Höhe des doppelten oder dreifachen der regelmäßigen Eingänge. Somit wird ein Kontowechsel erschwert, da vorher der Kredit zurückgeführt werden muss. Grundvoraussetzung, um auf dem Konto Kredit zu erhalten ist, dass der Kunde nicht selbstständig tätig ist. Auch arbeitslose Kunden erhalten keinen Dispositionskredit. In welcher Höhe auf dem Konto Kredit gewährt wird, entscheidet das monatliche Einkommen und letztendlich die Bonität des Kunden. Die Bonität wird neben den Einkommensdaten auch anhand der Schufa-Daten ermittelt. Sind hier zahlreiche Kredite, vor allem Kleinkredite bis 2000 Euro, gespeichert, wird die Bonität eher negativ eingeschätzt. Die Bank gewährt auf dem Konto Kredit dann nur in Höhe eines Monatseinkommens.
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Wurde auf dem Konto Kredit gewährt, ist dieser täglich verfügbar, auch braucht er nicht speziell beantragt werden. Somit ist er für Kunden, die dringend Geld benötigen, eine gute Finanzierungsvariante. Da die Banken auf dem Konto Kredit relativ freizügig gewähren, nehmen viele Kunden dieses „Geschenk“ gerne an. Auf der anderen Seite ist der Dispositionskredit jedoch relativ teuer. Die Zinssätze liegen hier zwischen 8% und 15% p.a. Grundsätzlich kann man sagen, das Filialbanken im Vergleich zu Direktbanken deutlich teurer sind. Es lohnt sich aber, beim Vergleich der verschiedenen Girokonten auch die Zinssätze der Dispositionskredite zu vergleichen. Denn was lohnt ein kostenloses Girokonto, wenn andererseits der Dispositionskredit sehr teuer ist? Gute Vergleichsseiten berücksichtigen beides, Gebühren und Zinssätze. Der Kunde gibt hier für den Vergleich an, wie hoch durchschnittlich die Kreditbeanspruchung ist bzw. ob und wie viel Guthaben vorhanden ist. Denn auch die Guthabenzinsen sollten nicht vernachlässigt werden.
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Es gibt jedoch auch Nachteile des Dispositionskredites. Wer auf seinem Konto Kredit erhalten hat und diesen in Anspruch nimmt hat es schwer, ihn zurückzuführen. Sobald das Einkommen gebucht ist, ist das Konto zwar in der Regel wieder ausgeglichen, doch durch anstehende Abbuchungen wird der Kredit wieder genutzt. Auch belasten die vierteljährlichen Abschlussbuchungen, die die Zinszahlungen enthalten. Bei hohen Inanspruchnahmen können sie mehr als 100 Euro betragen. Die Alternative zum Dispositionskredit ist zum Beispiel ein Ratenkredit, der mit monatlich festen Raten zurückgezahlt wird. Auf der anderen Seite sollte das Girokonto jedoch im Guthaben geführt werden, um nicht in die Schuldenfalle zu geraten. Auch Ratenkredite findet man sowohl im Internet wie auch vor Ort. Doch auch hier gilt: Die Konditionen der Internetbanken sind meist geringer. Die Kreditbeantragung muss der Kunde zwar selbst vornehmen, doch auch Laien im Kreditgeschäft haben hier wenige Probleme.
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